Als es ersichtlich rapide mit meiner Mutter bergab ging, habe ich ihre einzige Schwester angerufen, die ich zuvor gebeten hatte, sie nicht in der Psychiatrie zu besuchen, um sie nicht dem Anblick preiszugeben, und ihr gesagt, wenn sie sich von ihrer Schwester verabschieden wolle, müsse sie dies bald tun. Sie kam unmittelbar und hat sie von da an nahezu jeden Tag besucht und gemeinsam mit Frau H. und mir viele Stunden am Bett meiner Mutter verbracht.
Wie wir da so saßen – noch im Krankenhaus Altbekannt – seufzte meine Mutter und sagte „Ach, Kinder, laßt mich doch in Frieden sterben – alles Andere hat doch keinen Sinn. Aber macht Euch keine Sorgen – wir sind alle schon so alt – wir sehen uns alle bald im Jenseits wieder!“ Meine Tante erschrak – im Januar diesen Jahres war die jüngste Schwester gestorben, nun verabschiedete sich meine Mutter (im Alter von 71 Jahren, meine lebende Tante ist gerade 70 Jahre alt geworden).
Ich habe ihr versichert, sie dürfe jederzeit gehen, es sei alles geregelt. Da sie sich als gut katholisch betrachtet hat, habe ich dafür Sorge getragen, daß sie die Krankensalbung erhielt. Aber sie war zäh.

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